Hospizliches Gedankengut

- der würdevolle, begleitete und dennoch selbstbestimmte Umgang mit Sterben und Tod, mit Sterbenden und Trauernden -

ist mitnichten zu einem festen Bestandteil unserer Sterbekultur geworden. Immerhin engagieren sich rund 80.000 Menschen in unserem Land ehrenamtlich in ambulanten und stationären Einrichtungen sowie im häuslichen Umfeld, wenn es gilt, den endgültigen Abschied von Verwandten und Bekannten, von Freunden und Fremden möglichst leidfrei und respektvoll zu gestalten.
Auch unsere hospizlich tätigen Begleiter werden zunehmend häufiger für die Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen angefragt. Die Nachfragen aber sind höher als wir hierzu befähigte Menschen einsetzen können.

Wir bitten Sie daher, einmal in Ruhe zu prüfen, ob eine solche Tätigkeit auch für Sie persönlich nicht nur reizvoll, sondern auch befriedigend sein könnte.
Ein Befähigungskurs zur hospizlichen Begleiterin / zum hospizlichen Begleiter kann nicht nur helfen, die Sicht auf das eigene – unabwendbare - Ende zu richten, sondern auch Menschen während der wohl schwierigsten Phase ihres Lebens zur Seite zu stehen.

Wenn Sie sich auch nach solch einem Befähigungskurs (noch) nicht zutrauen, das Sterben eines Mitmenschen aus allernächster Nähe zu begleiten, so sind Sie trotzdem willkommen, die Idee, das Ideal eines „Sterbens in Würde“ in Ihr persönliches Lebensumfeld weiterzutragen.

Wir freuen uns auf Sie und bitten ggf. um Rückfragen.


Die nächsten Kurse bzw. Visitationen finden statt:
 
Montag, den 16. Januar 2012:

ab 13.30 Uhr Besuch im Bestattungshaus Breuer in Düren
Ort: Weierstraße 18 in 52349 Düren
 
Mittwoch, den 25. Januar 2012:

ab 16.00 Uhr Besuch einer Dürener Moschee;

Führung durch Dr. med. Al – Halabi
(Termin und Ort müssen noch bestätigt werden).

 
Mittwoch, den 25. Januar 2012:

19.00 bis 21.00 Uhr zweiter Kursteil unter dem Thema:

„Umgang mit und Erwartungen zur eigenen Endlichkeit“
Ort: Geschäftsstelle des hortus dialogus

Mittwoch, den 15. Februar 2012:

19.00 bis 21.00 Uhr dritter Kursteil unter dem Thema:

„Sterben und Tod in der interkulturellen und interreligiösen Wahrnehmung“
Ort: Geschäftsstelle des hortus dialogus


Mittwoch, den 14. März 2012

Besuch des Yarden Krematoriums Heerlen Ausbildungskurses zur "Befähigung ehrenamtlicher Hospiz-Begleiter"
   Ort: NL - 6422 PM Heerlen, Imstenraderweg 10
   Zeit: 15.30 Uhr




 Wissenswertes
 
zur Befähigung,
Sterbende und Trauernde ehrenamtlich zu begleiten

 
 
Der Kurs
-bestehend aus Grund- und Vertiefungskurs- findet innerhalb eines halben Jahres statt. Beide Teile des Kurses sind für den Befähigungsnachweis verbindlich. Der in diesem Faltblatt angegebene Verlauf der Veranstaltungen kann hinsichtlich der Dozenten und Orte sowie einzelner Institutionen (Bestatter, Krankenhaus, Kirchen z.B.) abweichen.
 
Die Kosten
für den gesamten Befähigungskurs (Grund- und Vertiefungskurs) belaufen sich auf 145,-Euro pro Person. Hierin sind Auslagen für Materialien, Aufwandsentschädigungen für einzelne Dozenten, sowie Verköstigungen/Getränke enthalten.
 
Maxiamle Teilnehmerzahl
pro Gesamtkurs: 12 Personen. Die Teilnahme von Männern ist ausdrücklich erwünscht.
 
Der Grundkurs
beinhaltet insgesamt ca. 30 Unterrichtseinheiten zu jeweils 45 Minuten
 
Was ist Sterben? Was ist Tod?
Physiologie, Natürlichkeit, soziale und spirituell-religiöse Dimensionen
Friedrich Ostenrath
 
Umgang mit und Erwartungen zur eigenen Endlichkeit.
Was ist Trauer? Anzeichen, Auftreten, Formen und deren Verlauf sowie Bewältigung
Friedrich Ostenrath
 
Sterben und Tod
in der interkulturellen sowie interreligiösen Wahrnehmung, insbesondere der drei monotheistischen Religionen: Christentum, Judentum und  Islam.
Auf Wunsch auch der fernöstlichen Religionen und Weltanschauungen: Buddhismus, Taoismus und Hinduismus
Friedrich Ostenrath
 
Kommunikation und Gesprächsführung
Klärung der eigenen Rolle in einem sozialen System und Abgrenzung zu anderen sozialen Systemen.
Susanne Kiepke-Ziemes und Michael Dörmbach
 
Der Vertiefungskurs
umfaßt ca:
40 Unterrichtsstunden zu jeweils 45 Minuten
 
Was ist Schmerz?
Umgang mit einem multidimensionalen Phänomen. Palliative Care
Dr. med. Syr. Muhammad Safar Al-Halabi
 
PEG
(perkutane endoskopische Gastrostomie  / “künstliche Ernährung”)
Essen, Trinken sowie Mundpflege am Lebensende; Palliative Care
Martin Schlicht
 
Umgang mit dementiell Erkrankten
Susanne Kiepke-Ziemes
 
Gewaltsamer Tod und Suizid
Friedrich Ostenrath
 
Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht
Friedrich Ostenrath
 
Ethik
Friedrich Ostenrath und/oder Susanne Kiepke Ziemes
 
 
 
Nach erfolgreicher Teilnahme an allen Kurseinheiten erhält jeder Absolvent eine entsprechende Bescheinigung.
 
 
 
Visitationen und Besichtigungen
 
            Bestatter ( Düren, N.N.)
 
            Friedhof (Düren, N.N.)
 
            Krankenhausseelsorge (Pfarrer Willi Lennarz)
 
            Kirchen (Kath. Kirche: Diakon Martin Schlicht, Evang. Kirche N.N.)
 
            Hospiz-Garten Abenden (Friedrich Ostenrath)
 

Für diese Visitationen und Besuche ist jeweils ein halber Tag vorgesehen.
Die Zeiten und Termine werden innerhalb des Vertiefungskurses mit den Teilnehmern vereinbart und festgelegt. Anfallende Kosten für Fahrten werden von den Teilnehmern selbst getragen. Hierzu können Fahrgemeinschaften gebildet werden.
 



Adresse
hortus dialogus
52385 Nideggen-Abenden
Commweg 8-10
Tel. 02427-8143
Fax: 02427-8348

 
 

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