Betreuung Trauernder und Sterbender

 

HINWEIS:
Wir bitten um Verständnis, daß eine ambulante Betreuung trauernder oder sterbender Menschen nur in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometer rund um 52385 Nideggen und 523xx Düren und nach Absprache erfolgen kann.
Grundsätze
unserer Begegnungsstätte für trauernde Menschen
als einer Sonder-Maßnahme im Rahmen der Deutschen Hospizbewegung
 
Unter Beachtung eines satzungsgemäßen Auftrages des
hortus dialogus/Buddhistische Laienbewegung
bemüht sich der als gemeinnützig anerkannte Verein auch, den Hopizgedanken in unserer Gesellschaft weiter zu verbreiten und dabei Einrichtungen und Aktivitäten zu fördern, die der Betreuung und Begleitung sterbender Menschen sowie deren trauernden Angehöriger dienlich sind.
 
Die Buddhistische Laienbewegung/hortus dialogus e.g.V. versteht sich als überkonfessionelle Institution und bietet Angehörigen aller Glaubensbekenntnisse an, ihre eigenen Beiträge einzubringen unter dem Primat des Grundsatzes:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar"
 
Die Bewältigung dieser Aufgaben ist getragen von buddhistischem Geist, welcher Sterben und Tod als einen umfassenden Lebensprozess begreift und die Trauer der Weiter-Lebenden als einen Versuch anerkennt, nach Möglichkeiten zur Neugestaltung der eigenen Lebensbezüge zu suchen.
 
Hilfen und Stützung für trauernde Angehörige und Weggefährten von Verstorbenen können nur Angebote zur Selbsthilfe und Selbstfindung sein.
 
Im Bewußtsein der buddhistischen Leidensgewißheiten wünschen die in der Buddhistischen Laienbewegung hortus dialogus tätigen Mitarbeiter und Begleiter in Achtsamkeit den Grundanliegen unvoreingenommener Mit-Menschlichkeit gerecht zu werden:
 
Allen an ihrer Vergänglichkeit leidenden und an ihrem Verlust trauernden Menschen in
Liebe, Mitempfinden, Heiterkeit und Güte
zu begegnen.



"Vom Geist geführt die Dinge sind,
Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.
Wenn man da lautern Geistes spricht
Und lautern Geistes Werke wirkt,
Dann folget einem Freude nach,
Gleich wie der Schatten, der nie weicht."

Dhammapada, 2



 
  

Zielsetzung
Zielgruppen
der Begegnungsstätte für trauernde Menschen sowie des Hospiz-Dienstes
hortus dialogus
Raum geben, um Sterben möglich zu machen und Trauer Ausdruck zu verleihen.
 
Menschen zu ermöglichen, im Sterben und in ihrer Trauer willkommen zu sein.
 
In der Begegnung mit anderen Betroffenen und anwesenden Begleitern, trauernden Menschen Hilfen fürs Weiter-Leben anzubieten.
 
Aussichten öffnen, L(l)eben zu lernen.
 
Wege suchen, um Sterben und Trauer als Teil des Lebens anzunehmen, um einen nächsten Schritt tun zu können.
 
Trauer gesellschaftsfähig zu machen.
 
Bewußtseinsbildung von Betroffenen und Begleitenden im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.
 
Fortbildung von Menschen zur kompetenten Trauer- und Sterbebegleitung.
Menschen, die dem Sterben nahe sind.
Angehörige, Nahestehende und Vertraute von schwerstkranken und sterbenden Menschen.
 
Angehörige von Menschen, die eines natürlichen Todes gestorben sind.
 
Angehörige von Aids-Patienten
 
Angehörige von Menschen, die den 
Freitod gewählt haben.
 
Angehörige von gewaltsam getöteten Menschen
 
Angehörige von Menschen, die an den Folgen einer Schwerst-Mehrfach-Behinderung gestorben sind.
 
Verwaiste Eltern und verwaiste Jugendliche und Kinder


 
 
 
  

Angebote und Methoden
Derzeit vorhandene Voraussetzungen als Angebot an Trauernde
Angebote von regelmäßigen Zusammenkünften für Neue und Neugierige
 
Angebot von Seminarveranstaltungen als:
Unterstützende Hilfen zur Stabilisierung von Gefühlen und Gemüt
z. B. durch Sprechen, Klagen, Weinen, verbundenes Atmen, Singen, Tanzen, kreativen Ausdruck
 
Unterstützende Hilfen zur Stabilisierung von Geist und Bewußtsein
Meditation und Kontemplation
Phantasiereisen
Rituale
Kreatives Ausdrucksverhalten
Literatur und Lyrik
Betrachtung von Kunst
 
Unterstützende Hilfen zur Stabilisierung des Körpers
Ernährung
Bewegung
Entspannung
Verbundenes Atmen
Tanz
Massage
 
Unterstützende Hilfen
durch Bereitstellung von Ruhezonen und Rückzugsmöglichkeiten
wie z. B.
Ruheräume, Gartenanlagen und umliegende Wiesen und Wälder
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn) sowie Auto bequem zu erreichendes Haus in ruhiger Lage am Rande eines kleinen Eifeldorfes im mittleren Rurtal
 
Gruppenarbeitsraum von ca. 50 qm
zwei Räume für Einzelarbeit
 
Gartenpagode
 
kleine Teeküche
 
eine Toilettenanlage mit Dusche
 
vollständig eingerichtetes Büro einschließlich technischer Hilfsmittel
 
Abgeschlossene Gartenanlage im Umfeld des Wohn- und Arbeitshauses
rund 500 qm unbebaute Gartenfläche
mehrere eingegrünte Gartenbereiche mit Sitzgelegenheiten;
drei kleine bis mittelgroße, beheizte Pflanzenhäuser
überdachte Terrasse
 
Unterkunft und Verpflegung
Übernachtungen (und auf Wunsch Verpflegung) am Ort in einfachen Pensionen und/oder Hotels
Essen auf Rädern
Partyservice auf Bestellung
Selbstversorgung

 

Bildung und Förderhilfe zum Aufbau und zur Organisation von Selbsthilfegruppen
Einzelgespräche
 
Trauertherapeutische Angebote
 
Seelsorgliche Begleitung
 
Einrichtung eines "Trauertelefons"
 
Anregungen von Telefonketten
nach Vereinbarung und auf Wunsch Vermittlung von Kontakten zu Betroffenen und Begleitern
 
Fort- und Weiterbildung von Trauer- und Sterbebegleitern
 
Informationen für alle, die sich privat und/oder beruflich mit Trauernden und Sterbenden auseinandersetzen und angemessenes Verhalten in der Begleitung lernen möchten



Man sagt mir,
ich solle es nicht so schwer nehmen.
Man sagt mir,
das Leben ginge weiter.
Man sagt mir,
jeder müßte lernen
Verluste zu überwinden.
Man sagt mir,
jede Prüfung des Lebens
brächte mich weiter.
Man sagt mir,
die Zeit läßt jeden Schmerz vergehen.
Aber
hier und jetzt bin ich allein!
Laßt mich nicht alleine
in diesen Abgrund stürzen...
 
Tina Krug, nach dem Verlust ihres Sohnes, der 14 Tage überlebte
(aus: M. Voss-Eiser: "Noch einmal sprechen...")
Verlag Herder, 1997

Ein zentraler Text Was ist Hozpiz?

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